Montag, 06. Feb. 2012
 
 


Entfernung vom Hotel: 6,5 km

Museumsinsel

Das Gesamtkunstwerk der Museumsinsel ist ein einzigartiges Kulturerbe, in dem fünf bedeutende Museumsbauten in ein heterogenes aber harmonisches Ensemble an der Spree vereint sind.
Im Süden der Insel, nahe der Schlossbrücke und dem »Berliner Dom, befindet sich das Alte Museum, vor dem sich der Lustgarten erstreckt. Nördlich schließt sich das Neue Museum sowie die Alte Nationalgalerie an. Auf der Seite zum Kupfergraben steht das Pergamonmuseum, den Abschluss bildet das Bode-Museum. Der in hundert Jahren gewachsene Museumskomplex wurde im Zweiten Weltkrieg zu mehr als 70 % Prozent zerstört. Die aufwändigen Restaurierungsarbeiten sind noch längst nicht abgeschlossen. 

 
Die fünf Museen
Das Alte Museum entstand 1830 nach Plänen von Schinkel, im Inneren bildet besonders die Rotundenkuppel ein reizvolles Ambiente für die ausgestellten Skulpturen der Sammlung antiker Kunstwerke.
Das von Friedrich August Stüler entworfene Neue Museum (1843–59) sollte das bald zu eng gewordene Alte Museum entlasten. Das Gebäude, in dem die Geschichte der Menschheit präsentiert wurde, nahm in seiner historisierenden Innenausstattung Bezug auf die Objekte und ihre Epochen.
Es wurde durch Bombenangriffe bis auf die Grundmauern zerstört, vorgesehen ist eine Restaurierung nach Plänen des Architekten David Chipperfield bis 2008. Die Nationalgalerie, heute Alte Nationalgalerie, wurde 1867–76 ebenfalls von Stüler zunächst als "Tempelbau der Wissenschaften" konzipiert und von Johann Heinrich Strack vollendet, sie diente dann als Gemäldesammlung zeitgenössischer deutscher Kunst. Das Gebäude mit der großen Freitreppe und dem bronzenen Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. wurde in den fünfziger Jahren wiederhergestellt und seit 1997 aufwändig restauriert. Im Dezember 2001 wurde die Alte Nationalgalerie wieder eröffnet. Das Museum präsentiert Malerei und Skulpturen des 19. Jahrhunderts mit Werken von bedeutenden Künstlern wie Adolph von Menzel, Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne, Auguste Rodin, Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Max Liebermann und Lovis Corinth.
Um die Jahrhundertwende entstand das Bodemuseum, ein neobarocker Repräsentationsbau. Das Gebäude mit seiner mächtigen Kuppel über der prächtigen Eingangshalle scheint wie ein Schiff die Spree zu durchqueren. Im Innern wurden von Museumsdirektor Wilhelm von Bode die einzelnen Räume individuell der auszustellenden Epoche gemäß gestaltet. Zwecks Sanierung ist das Gebäude noch bis 2005 geschlossen. Die Bilderkollektion kann nun in der Gemäldegalerie des »Kulturforums bewundert werden.
Der jüngste Bau der Insel ist das Pergamonmuseum, das erst 1930 fertiggestellt werden konnte. Hauptattraktionen sind der Zeusaltar von Pergamon, die Prozessionstraße und das Ischtartor von Babylon sowie das römische Tor von Milet.

Adresse
10117 Berlin-Mitte
Tel.: 266 2987
Fax: 266 2161
www.smb.spk-berlin.de
besucherdienste@smb.spk-berlin.de

Anfahrt 
S-Bahn: S1, S2, S5, S7, S75, S9, Friedrichstrasse
U-Bahn: U6, Friedrichstrasse
Tram: 12, Friedrichstrasse
Bus: 147 Friedrichstrasse